Hoffnung auf niedrigere Krankenkassenbeiträge für zahlreiche Rentnerinnen

Ein positives Signal für zahlreiche Rentnerinnen: Sie dürfen auf niedrigere Krankenkassenbeiträge hoffen. Das liegt an einer Änderung im Sozialgesetzbuch V, die der Bundestag beschlossen hat. Sie entschärft die Auswirkungen der sogenannten 9/10- Regelung, über die bislang Tausende Rentner in eine freiwillige Krankenversicherung gezwungen werden. Diese aber ist wesentlich teurer als eine Pflichtversicherung, weil die Einnahmen des Ehepartners mit angerechnet werden. Zwar ist es nicht gelungen, die Klausel generell zu kippen, doch wurde Entscheidendes erreicht: Künftig nämlich werden Kindererziehungszeiten auf die Erwerbstätigkeit angerechnet. Die 9/10-Regelung besagt, dass nur die Personen Pflichtmitglied in der Krankenversicherung für Rentner werden, die in der zweiten Hälfte der Erwerbszeit vor Einreichen des Rentenantrags zu 90 Prozent gesetzlich versichert waren. Das erreichen Frauen, die in der Erziehungszeit über ihre verbeamteten Männer familienversichert waren und zu spät in die gesetzliche Krankenkassen zurückwechseln, oft nicht. Als ungerecht empfunden wurde, dass zahlreiche betroffene Mütter im Grunde nicht freiwillig aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschieden sind, sondern weil sie für ihre Kinder zu Hause geblieben sind. Das soll sich nun ändern. Pro Kind dürfen die Frauen drei Jahre anrechnen lassen.