Die Deutschen schlafen schlecht

Die DAK schreibt in ihrem aktuellen Gesundheitsreport, es gebe einen drastischen Anstieg von Schlafproblemen. Der Mensch „verschläft“ durchschnittlich etwa ein Drittel seines Lebens. Doch dieses eine Drittel ist überlebensnotwendig. Mangelt es daran, können erhebliche gesundheitliche Beschwerden folgen. Nach einer Expertenempfehlung sollte man zeit seines Lebens 7,5 Stunden pro Tag schlafen. Gelegentliche nächtliche Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen dürften noch kein Schlafproblem sein. Bestehen sie aber dreimal in der Woche mehr als drei Monate lang, spricht man von Ein- oder Durchschlafstörungen. Gehen sie mit Tagesmüdigkeit und sozialen Beeinträchtigungen einher, wird von einer schweren Schlafstörung gesprochen. Nach dem Gesundheitsreport 2017 der DAK leide jeder Zehnte unter Schlafstörungen. Was kann zu Schlafstörungen führen? Ständiger nächtlicher Lärm kann den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Nach der dritten durchlittenen Nacht, sinkt die Leistungsfähigkeit. Auch ein unregelmäßiger Lebensstil mit wenigen Schlaf- und Erholungsphasen kann zu Schlafstörungen führen. Schlafstörungen können zu Depressionen oder Angstzuständen führen. Letztlich sind auch chronische Beschwerden wie Diabetes möglich. Wie ist die Versorgungssituation für solche Patienten? „Dramatisch schlecht“, sagen Schlafexperten. Deutschland brauche eine neue Facharztgruppe, den niedergelassenen Schlafmediziner. Auch die Zahl der Schlafzentren sollte aufgestockt werden. Und es bedürfe mehr Aufklärung und Prävention. Was kann man bei  Schlafstörungen tun? Bevor man zur Schlaftablette greift, sollte man über sein Schlafverhalten nachdenken, Stichwort:

Schlafhygiene. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung rät unter anderem: Jeden Tag um dieselbe Zeit aufstehen, nur Schlafen gehen, wenn man wirklich müde ist, wenn möglich körperliche Bewegung, vor dem Zubettgehen keinen Kaffee, keinen Alkohol und keine Zigarette mehr.